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Heute wird kräftig der Social-Topf gerührt. Trotz dem Ausfall von Facebook verbreitete sich der sehr lesenswerte Artikel von Alexander Vieß auf netzwertig über “Social Reading” ganz hervorragend. Richtig so! Ich habe selten einen so gut recherchierten Artikel zum Thema gelesen.
Klar bekamen die Verlage, ob ihrer nicht vorhanden Investitions- und Risikofreude eins druff:
Dass diese kleinen und agilen Startupideen nicht dem Schoß der Buchbranche entsprangen, ist eine Tragik, die andernorts noch viel stärker durchdacht werden sollte.
und die start-up Stars der Stunde (Readmill, Quote.fm) wurden ordentlich gefeiert.
In technosozialer Hinsicht macht Readmill alles richtig
Das Liebeskind dreier befreundeter Grafiker und Programmierer ist der “heisse Scheiss” der Stunde
Alles in allem sieht es also gar nicht so düster am digitalen Himmel der deutschen Buchbranche aus. Nur halt nicht von Verlags-Seite, aber dazu mehr an einem anderen Tag.
Doch die Briten setzen noch eins drauf und nehmen sich meinem neuen Liebling Pinterest an. Pinterest ist momentan vermutlich wirklich der heisseste Scheiß im Social Web. Letztendlich nur ein visualisierter Bookmarking-Dienst, den man mit seinen Freunden teilt, geht das Ding, vermutlich auch aufgrund seiner wirklich technisch äußerst einfachen Handhabung, ab durch die Decke. Mit über 12 Million Nutzern, die vor allem weiblich, also buchaffin sind, wird dieses Netzwerk wohl bald auch von Verlagen besetzt sein. (naja, also wir hoffen’s) Wie Kate Watson im Bookseller betont:
And at a time where every online reference, link and referral is of increasing importance to publishers, it would be foolish not at least to dip a toe in the waters.
Zumall die gesetzten Links auf Pinterest wertvoller als YouTube und LinkedIn sind. Die Firma selbst hat Bücher netterweise gleich mit eingeplant: ”Books Worth Reading” heißt die Pinnwand, auf der man die Lieblingsbücher teilt. Also liebe Verlage, auf, auf. Damit bei mir bald noch mehr Bücher stehen.